Vor langer Zeit ging eines Morgens die Sonne im Osten über dem Krahberg auf.
Ein Schmied wusch gerade sein Werkzeug am nahe gelegenen Fluss.
Da sah der Schmied plötzlich vor sich eine Wassernymphe tanzen. Da er sie auf Anhieb lieb gewann, nahm er sie bei sich auf und zog sie wie eine eigene Tochter auf.
Auch die Burschen im Dorf erfuhren von dem geheimnisvollen Mädchen, das beim Meister der Schmiedekunst wohnte. So auch einjunger Kuhhirte, der von ihr sehr angetan war.
Als der Hirte im Sommer beim Haus des Schmieds vorbeikam, fasst er sich ein Herz und hielt um die Hand der Nymphe an. Dem Schmied gefiel dies jedoch gar nicht und er trug dem Hirten auf, dass er zuerst drei schwierige Aufgaben zu lösen habe.
Die erste Aufgabe sei: Wenn er es zusammenbringen würde, dass das Wasser, welches am Haus vorbeifliesst,weiß wird, hätte er die Aufgabe gelöst.
Noch am gleichen Tag stieg der Hirte zur Alm auf, molk alle Kühe und schüttete die Milch in den Zammerlochbach. Am nächsten Morgen brach er früh auf und ging zum Haus des Schmieds, wo das von der Milch weiß gefärbte Wasser vorbei floss.
Die Nymphe sang vor Freude ein Lied, während der Schmied sich nur über die gelöste Aufgabe ärgerte.

Da stellte der Schmied die zweite Aufgabe: Wenn der Hirte es schaffen würde, dass er eine Höhle aus klaren Silberplatten zusammenstellt, dass er in sein Herz schauen könne, würde er seine Tochter bekommen. Wochenlang zerbrach sich der Junge den Kopf, wie er das wohl schaffe. Eines Vormittags hatte er die Lösung: Er erinnerte sich, dass er am Silbersattel Glasplatten gesehen hatte. Tagelang trug er diese zusammen und baute eine Hütte daraus. Kurze Zeit später war es dann soweit. Er führte den Schmid in die Höhle und forderte ihn auf, in die Glasplatten zu sehen. Zögernd sah der Schmied hinein. Plötzlich bemerkte er dann seine Hartherzigkeit und Habgier.
Voller Schreck rannte er aus der Höhle, um die dritte und letzte Aufgabe zu stellen:
Wenn der Hirte er zusammenbrächte, dass die Sterne im Wasserfall baden gingen, würde er die Nymphe zur Frau bekommen.
Da setzte sich der Hirte eines Nachts an den Wasserfall um nachzudenken. Er blies auf seiner Hirtenflöte ein Lied. Langsam kamen die Sterne in den Wasserfall. Am nächsten Tag war der Wasserfall zugefroren. Widerwillig lobte der Schmid den Hirten, als er ihm dies zeigte.
Langsam wurde es Winter und die Tiere waren schon längst im Stall. Als es Frühling wurde, eilte der Hirte zu der Nymphe, um das Wort des Schmieds einzufordern.
Dieser jedoch hatte sich eine Falle ausgedacht: Als der Hirte den ersten Fuß auf die Brücke zum Haus setzte, brach diese ein und der Hirte fiel hinunter. Noch im Fallen verwandelte er sich in einen Stier. Alle Tiere schrieen laut auf und die Schmiede brach in Flammen aus. Auch die Nymphe verwandelte sich in Stein.
Wenn man nun im Zammer Loch an jener Stelle, wo sich der Wasserfall befindet, genau hinsieht, kann man noch heute den steinernen Stierkopf und die Nymphe erkennen.
GuSp – Patrulle der Tigerkatzen mit
Lukas H., Sophia T., Viktoria M., Marius T., Andreas O., Fabian V.